hitec: Bomben aus dem All - Kosmische Strahlung
Projekt | Magazin | RED ONE
Sendedatum: Montag 19.10.2009 - 21:30h auf 3Sat
Sie ist unser ständiger Begleiter. Erst seit 100 Jahren weiß der Mensch um die Existenz von kosmischer Strahlung. Noch ahnen wir nur, was diese Partikel beim Zusammenprall mit der Erde anrichten. Ganz sicher sind sie ein wichtiger Antrieb der Evolution, sicher auch eine Gefahr für unser Erbgut. Die "Bomben aus dem All" legen außerdem Stromnetze lahm, sind eine Gefahr für die Luftfahrt und bedrohen die Elektronik von Satelliten.
Sie ist unser ständiger Begleiter. Erst seit 100 Jahren weiß der Mensch um die Existenz von kosmischer Strahlung. Noch ahnen wir nur, was diese Partikel beim Zusammenprall mit der Erde anrichten. Ganz sicher sind sie ein wichtiger Antrieb der Evolution, sicher auch eine Gefahr für unser Erbgut. Die "Bomben aus dem All" legen außerdem Stromnetze lahm, sind eine Gefahr für die Luftfahrt und bedrohen die Elektronik von Satelliten. Jetzt tritt eine ganze Heerschar von Wissenschaftlern an, das Rätsel der kosmischen Strahlung zu lösen. Wie ein Puzzle setzen sie ihr Wissen zusammen, beobachten das Universum und wollen dabei existenzielle Fragen klären: Woher kommt das Leben? Wie entstand das Universum? Was geschieht mit uns im Strom kosmischer Teilchen? Im argentinischen Malargue versuchen Wissenschaftler jetzt, die genaue Herkunft hochenergetischer kosmischer Strahlung zu ergründen.
Der deutsche Physiker Johannes Blümer vom Forschungszentrum Karlsruhe hat über Jahre ein großes Experiment in der argentinischen Pampa mit aufgebaut: "Kosmische Strahlung erlebt derzeit einen Boom in der physikalischen Forschung. Früher hat man mit Teleskopen ins All hinein geschaut. Heute nehmen wir die gesamte Erdatmosphäre als Teilchendetektor, quasi als Teleskop. Wir versuchen derzeit herauszufinden, wo die kosmischen Teilchen mit der größten Energie herkommen. 2005 haben wir angefangen, tappten im Dunklen. Heute wissen wir, welchen Bereich des Himmels wir genauer ansehen müssen", so Johannes Blümer.
hitec berichtet über einen jungen Forschungszweig, in dem Astronomie, Meteorologie und Klimaforschung immer mehr verschmelzen.